Abschiedsworte an Sr. Martina

Liebe Sr. Martina,

als Du vor acht Jahren zu uns kamst und wir unsere erste gemeinsame Besprechung – damals im Rahmen der Firmkatechese – hatten, mussten wir Dich erst überzeugen, dass hier in Wessum und Wüllen viele Ehrenamtliche bereit sind an der Gestaltung der Gemeinde teilzunehmen und nicht alles komplett von Hauptamtlichen gemacht werden muss. Aber Du liest Dich überzeugen und hast es mit uns und unserem bisherigen Konzept erst einmal riskiert. Und wir freuten uns, nicht kurzfristig alles anders machen zu müssen sondern etwas Sicherheit bei den Veranstaltungen zu haben. Natürlich gab es Änderungen in den Konzepten – aber die gab es vorher auch schon jedes Jahr.

In den acht Jahren Firm- und Erstkommunionkatechse hat sich einiges getan und dank Deines großen Einsatzes konnte jedes Jahr eine gute Vorbereitung und auch feierliche Feiern durchgeführt werden. Auch dieses Jahr hast Du schon eine Menge getan: die Firmfeier war/ist schon vorbereitet und die Vorbereitung auf die Erstkommunion läuft schon seit Herbst. Du hast den Wunsch nach einer neuen und anderen Aufgabe schon länger in Dir getragen und deshalb haben wir in der letzten Zeit noch mehr so gearbeitet, dass immer das ganze Team wusste was zu tun war und nicht nur Du alleine. Ich glaube, Du hast die Teams gut vorbereitet hast und die Lücke, die Du hinterlässt, ist nicht so groß, dass die Vorbereitung nicht mehr funktioniert. Die Teams werden Dich und Deine uns vertrauende Art vermissen und wir werden versuchen den Weg weiter zu gehen.

Aber auch sonst hast Du Spuren bei uns hinterlassen und bei einigen für Überraschungen gesorgt – ich denke zum Beispiel auch daran wie Du damals beim Pfarrfest in Wüllen die gestapelten Getränkekisten hochgeklettert bist – das hätte Dir nicht jeder zugetraut. Du hast für eine weitere Art von Auslegungen der Bibelstellen durch Deine diversen Statio gesorgt und Familiengottesdienste mitgestaltet – hierbei ist mir besonders Deine Meditation zu St. Martin zusammen mit unserem Diakon Martin Hart in Erinnerung. Durch Deinen Beerdigungsdienst hast Du einige unserer Gemeinde in schweren Stunden begleitet und ihnen Halt gegeben. Deine Mitarbeit im Pfarreirat hat immer wieder für neue Impulse gesorgt und Dein Einsatz für die Migrant*innen war beeindruckend. Du hast es auch immer wieder geschafft Helfer*innen zu finden und – wie heißt es in unserem Pastoralplan – die Charismen in den Einzelnen entdeckt und gefördert.

Ich möchte Dir im Namen der ganzen Kirchengemeinde St. Andreas und Martinus für Deinen Einsatz hier danken und wünsche Dir alles Gute für Deine Zukunft im Waldachtal. Gottes Segen sei mit Dir.

Michael Feßen-Fallsehr

Pfarreirat St. Andreas und Martinus



Bild:© Bistum Münster

#